Dub… ai ai ai

Nach der Landung in Abu Dhabi ging es also direkt mit dem Etihad-Shuttlebus nach Dubai. Nach einer 1 1/2 stündigen Fahrt erkundigten wir uns sofort nach der Ankunft, wo wir unser schweres Gepäck los werden konnten. Denn noch einen Tag mit großem Rucksack durch die Gegend zu laufen, ohne wirklich vorher geschlafen zu haben, schaffen nicht einmal so zwei Maschinen wie wir es sind. Also auf zur Dubai Mall, die kürzlich erst die Emirates Mall samt angeschlossener Skihalle als grösste abgelöst hat. Mit dem Tagesticket der Metro in der Tasche fuhren wir also los. Die ersten Eindrücke sollten sich im Laufe des Tages noch bestätigen, eine Stadt gefüllt mit völlig überdimensionierten Wolkenkratzern und vorallem Baustellen.

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In der Mall angekommen fanden wir über einige Umwege auch endlich den Stand, um unser Gepäck abzugeben. Nun konnte man sich auch entspannt auf die Bilder einlassen, die man zu sehen bekam. Neben einer Fläche zum Eislaufen, darf natürlich auch ein begehbares Aquarium und ein Indoorwasserfall nicht fehlen.

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Nachdem wir uns gestärkt und ein paar Ebenen der absolut riesigen Mall durchquert hatten, wollten wir noch mehr von Dubai sehen und setzten uns „The Palm“ und Burj Al Arab als Zielmarke. Da man die Orte nicht mal eben ablaufen kann (es ist nämlich Entgegen aller Erwartungen alles sehr, sehr weitläufig), setzten wir uns wieder in die Metro und fuhren zur Marina. Von dort aus, so unser Plan, könnte man schön am Meer entlang zur Palme und von dort einen schönen Blick auf das Luxushotel werfen. Zunächst schien dieser auch wunderbar aufzugehen und wir kamen ohne Probleme zur Marina.

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Danach machten uns dann halbfertige oder erst gar nicht vorhandene Bürgersteige, nicht angeschaltete Ampelanlagen, durch Baustellenabsperrungen versperrte Wege und eine völlig unsinnige Straßenführung nicht nur einmal einen Strich durch die Rechnung. Im Parkourstil bahnten wir uns letztendlich irgendwie über eine halbe Marathonstrecke dann doch zur bis dahin größten Enttäuschung des Tages, auch „The Palm“ genannt. Das angeblich 8. Weltwunder hat auf GoogleEarth vielleicht seinen Charm. Betreten muss man diese künstlich hergestellte Inselformation allerdings nicht. Die nächste folgte dann beim Blick nach rechts. Spektakulär ist irgendwie anders… Vorallem reichen die Einkünfte scheinbar nicht, um nachts mal das Licht anzuknipsten. Was eine Schwindelbude.

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Naja, unzähilge Kilometer weiter gaben wir schließlich auf und wollten zurück zur Metro. Aber auch hier blockierte eine Linie, wo die Bahn scheinbar nur zu Testzwecken fährt, unseren Übergang. Hat man sich mal über die 2 x 5 Fahrspuren gekämpft (Übergänge, Unterführungen, Ampeln oder sonst was gab es weit und breit nicht), verhindern wieder Absperrungen ein Vorankommen oder der Bürgersteig endet einfach mal mittendrin. Kein Wunder also, dass es kein öffentliches Leben auf den Straßen gibt. Wir zwei waren teilweise auch kilometerweit die einzigen Personen, wenn man mal von ein paar seltsam dareinblickenden Bauarbeitern absieht. In einer Stadt, in der Wolkenkratzer wie Pilze aus dem Boden sprießen, ein volkommen surreales Erlebnis. Durch Zufall fanden wir dann auch mal ein schönes Fleckchen zum Spazieren, einen Campus.

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Mittlerweile ging dann auch schon die Sonne unter und wir wollten uns wieder in Richtung Dubai Mall bewegen, wo Abends vor dem Burj Kalifa, dem größten Gebäude der Welt, eine Fontänenshow startet.

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Und ich muss sagen dieser riesige Turm, der bei Tageslicht noch nicht so ganz überzeugen konnte, machte schon was her.

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Nach der Show holten wir dann unsere Klamotten ab und fuhren zu einer der beiden Abfahrtoptionen für den Rücktransfer. Da die angepeilte Station schon näher an Abu Dhabi lag und in dieser Richtung nicht viel los war, schien es uns die einzig richtige Wahl zu sein. Wenn man nämlich nicht gerade Goldcardbesitzer oder eine Frau ist, kann es nämlich schnell eng werden.
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Leider entpuppte sich auch diese Entscheidung als falsch, denn nachdem wir nach einiger Zeit dort ankamen, sagte man uns, dass alle Fahrkarten vergriffen seien… Dödö: Zonk! Kurzer Panikanfall, dass wir entweder nicht mehr weggekommen oder richtig viel bezahlen müssen. Durchatmen, Nachdenken, zurückfahren und das beste hoffen. Die zweite Option lag nämlich exakt auf der anderen Seite der Stadt. Glücklicherweise ging dann alles glatt und wir kamen letzten Endes wohlbehalten, aber völlig ausgelaugt an der Bustation in Abu Dhabi an. Noch einmal die Motivation hochschrauben und die letzten Meter zu unserem Hotel One to One laufen.

Geschafft! Das Einchecken lief dann zu unserer Überraschung ohne Probleme und ein Mitarbeiter fuhr uns sogar noch mit seinem lustigen Caddy durch die Anlage. Auch das Zimmer hier war schön, so dass man nach einer wundervollen Dusche lächend und wohlverdient ins Bett steigen konnte.
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Fazit zu Dubai: Die Stadt macht irgendwie überhaupt keinen Sinn. Man sieht niemanden auf den Straßen, alles ist maximal so halb fertig und trotzdem gibt es monumentale und auch wirklich sehenswerte Bauwerke und Sehenswürdigkeiten. Die Leute, die wir so getroffen haben, waren allerdings alle sehr nett und hilfsbereit. Man fühlte sich nie unwohl oder sonst was. Viele malen da ja gerne den Teufel an die Wand. Was mich überraschte waren die vielen verschiedenen Herkünfte der Menschen, die dort leben. Neben den klassisch erkennbaren Arabern, gab es viele Menschen mit indischen Wurzeln. Ausserdem kamen wohl viele aus den Fernostländern. Touristen waren im übrigen nicht leicht auszumachen. In den öffentlichen Verkehrsmitteln war ein Amerikaner auf Weltreise fast schon die einzige Ausnahme. Das Preisniveau liegt ungefähr auf unserem. Schnäppchen schießt man also eher woanders.

Jetzt muss ich allerings mal so langsam ins Bett, da morgen schon der Flug nach Bangkok geht. Den Bericht zu Abu Dhabi, welche die deutlich homogenere Stadt ist und mir weitaus besser gefallen hat, liefere ich aus Thailand. Dieser stammt dann aber aus Jorinas Feder.

Also bis dahin!
Euer Timo ✌

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2 Kommentare zu “Dub… ai ai ai

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