Die Ruinen von Lop Buri und Ayutthaya

Nach einer rekordverdächtig langen Nacht ging es zum im Zimmerpreis (7€) enthaltenen Früstück. Zumindest zu dem, was ein Thailand darunter verstanden wird. Bei uns wäre dies wohl eher ein Abendessen gewesen. Zunächst erklärte uns der Koch persönlich, wo wir heißes Wasser etc. erhalten. Nachdem wir uns mit unserer Auswahl an den Tisch begaben, bekamen wir zu unserer Überraschung sogar ein Spiegelei mit Toast, was uns ohne vorherige Bestellung einfach so an den Tisch gebracht wurde. Wahrscheinlich eine liebe Geste der Küche, da wir mal wieder die einzigen Europäer vor Ort waren. Wie bisher immer getreu dem Motto: Heute ohne Touriekrams.
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Nachdem wir unsere Sachen – mal wieder – zusammengepackt hatten, sollte es Richtung Bahnhof gehen. Da wir inzwischen absolte Vollprofis sind, was öffentlich Verkehrsmittel angeht, schafften wir es binnen kürzester Zeit und einen Minibus heranzurufen. Schön zu beobachten ist, wie alle Männer sofort aufstehen und ihren Platz den zusteigenden Frauen überlassen. Dies ging sogar soweit, dass Jorina quasi genötigt wurde, sich zu setzen, da der Thai sofort von seinem Sitz aufsprang und sich nach hinten stellte, was eigentlich noch auf ihrer To-Do stand. Hier gibt es anscheinend noch Gentlemen. Vielleicht ist es aber auch Vorgabe, man weiß es nicht. Da Timo allerdings keine Frau ist, durfte er sich cablecarmäßig hinten auf das Trittbrett stellen.

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Am Bahnhof angekommen, kauften wir uns schonmal ein Ticket nach Ayutthaya und nutzen die verbleibende Wartezeit zum Sightseeing.
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Das ist im übrigen eine preußische Lokomtive, die der damalige Kaiser in Deutschland so toll fand, dass er sie hier direkt zur Staatsbahn machte.

Danach ging es mit dem Zug weiter. Wieder bekannte Bilder, wobei ich bisher vergessen hatte, zu erwähnen, dass es in Zügen und auf Bahnhöfen immer einen gesonderten Bereich für Mönche und Menschen mit Behinderung gibt. So haben diese immer das Glück einen Sitzplatz zu haben, was nicht unbedingt selbstverständlich ist.

In Ayutthaya angekommen fuhren wir mit dem Tuktuk zum unserem Bötchen (5€ die Nacht).

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Dort kurz die Sachen im Zimmer abgeladen und dann ging es mit dem Rad quer durch die Stadt. Allein das Radfahren hat so unfassbar viel Spaß gemacht, auch wenn uns die Sache mit dem Linksverkehr nicht immer ganz geheuer war. Das Ausleihen kostete am Tag übrigens genau einen Euro.
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Da wir relativ vogelfrei durch die Gegend fuhren, kamen wir an einem Markt an, wo es so ziemlich alles zu kaufen gab. Gemüse, Schmuck, Kliedung und vieles andere, aber vorallem gab es viele Stände, an denen man sich frisch gekochtes auf die Hand geben lassen konnte. Da konnten wir natürlich nicht nein sagen und probierten die eine oder andere Köstlichkeit.
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Klassischerweise waren wir mal wieder die Exoten dort. Was aber durchaus nett war. Oft wurde uns zugewunken, es kam ein herzliches „hellooo“ oder man wurde einfach nur angelächelt. Es macht auf jeden Fall großen Spaß hier bei so tollen Menschen. Wenn man auf die Frage woher man kommt, mit Deutschland antwortet, gibt es oft ein „Ohhh number one in the world, congratulations“. Nach der kleinen Stärkung ging es also weiter. Als nächstes hatten wir die Möglichkeiten auf einem Elefanten zu reiten, was einfach ein großartiges Erlebnis war. Trinkgeld nahm der Elefant übrigens persönlich entgegen.
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Danach ging es noch weiter quer durch die Stadt, den ein oder anderen Punkt abgrasen. Steht man nur eine halbe Minute an einem Fleck mit einer Karte in der Hand, kommt schon jemand und bietet einem seine Hilfe an.
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Wieder zu Hause angekommen, setzten wir uns mit dem „Gastgeber“ und anderen Gästen zusammen und starteten eine kleine Jamsession. Danach saßen wir noch eine Weile auf der Hollywoodschaukel. Momente zum genießen.
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Momentan chillen wir noch in den Hängematten, da unser Zug erst heute Nachmittag nach Bangkok geht. Von dort aus geht es dann mit dem Nachtzug und später der Fähre nach Koh Tao. Ich bin gespannt. Hier noch ein paar Bilder von eben:
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Dusche unter freiem Himmel.
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Tüddelüüü!
Euer Timo ✌

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7 Kommentare zu “Die Ruinen von Lop Buri und Ayutthaya

  1. Kein Problem. 🙂
    Ach du wirst ihn bestimmt überzeugen können. Gerade Thailand ist so ein tolles Land für Rucksackreisende!

    Falls ihr euch doch für Chiang Mai entscheidet. Da waren wir eben erst (diese Reise hier liegt ja schon 2 Jährchen zurück). Die Unterkunft dort können wir auch wärmstens empfehlen. Kannst du hier in unserem neusten Blog nachlesen: https://asienblog2016.wordpress.com/2016/03/20/allerlei-in-chiang-mai/

    In Koh Phangan und auf Koh Tao waren wir ja auch 2014. Das war auch toll bis auf die Fullmoonparty… https://timosasien2014.wordpress.com/2014/11/07/islandhopping-und-der-horror-einer-vollmondnacht/

    Aber das Phangan Beach Resort fanden wir Spitze! Nicht zu teuer, schöner Bungalow und toller Strand.
    http://www.booking.com/hotel/th/phangan-beach-resort.de.html?aid=397761;label=affnetaffilinet-index-1_pub-731252_affmt-2_affmn-4;sid=c1859e8b8d48eb012cb73325f0d4a740;dcid=1;dest_id=900050771;dest_type=city;dist=0;group_adults=2;room1=A%2CA;sb_price_type=total;srfid=397c8867e13bfa671bd4c29c7a8c13e70e7d5ac3X1;type=total;ucfs=1&

    Kannst dich ja einfach mal durch die beiden Blogs durchklicken und wenn dich etwas interessiert, einfach nochmal fragen: Email etc. findest du auf unserer Hauptseite:
    https://cheersandcheese.reisen/

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  2. Ach was ich jetzt vergessen habe… sehr cool, dass du auch schon so lange unterwegs warst. Wir waren leider nur einen Tag in Mumbai, was wahrscheinlich mit deinen Indienerlebnissen nicht viel zu tun hat. Ich würde da gerne auch noch einmal eine längere Tour hinmachen, aber alle bekommen immer direkt Panik, dass man als Frau ja auf gar keinen Fall dort Reisen sollte, da es angeblich viel zu gefährlich wäre. Wir hatten davon jetzt nichts mitbekommen. Wir waren deine Erfahrungen?

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    • Indien liegt jetzt auch schon 6 Jahre wieder hinter mir, damals war ich 10 Wochen. Delhi – Ladhak – Rajastan und dann wieder zurück.

      Wir haben uns nie unsicher gefühlt.
      Zuerst waren wir 5 Wochen zu zweit unterwegs, 2 blonde blauäugige Mädels und dann waren wir 3 Mädels.
      Klar, man geht jetzt nicht nachts durch dunkle Strassen oder glaubt jedem Typ alles, was er so erzählt.
      Wenn man sich auf den Hausverstand und das Bauchgefühl verlässt, kann nichts passieren.

      Auch beklaut wurde ich in meinen ganzen Jahren auf Reisen noch kein einziges mal.

      Beim ersten Mal sind wir zu zweit von Agra nach Varanasi mit dem Nachtzug gefahren.
      Ich unten – meine Freundin im Bett darüber.
      Wir haben uns mit dem Schlafsack so vermummt, dass man nicht sehen konnte, ob Männlein oder Weiblein.
      Als ich nachts wach wurde, hat sich aufs Bett gegenüber ein Polizist?Security?Militärmann? hingelegt… Maschinengewehr auf der Brust, Hände darauf…
      Gab auch zusätzliche Sicherheit 🙂

      Klar, es wurde mir auch mal an Hintern getatscht (ist mir in Sri Lanka auch schon passiert) oder als wir im Bus sassen und ich aus dem Fenster geschaut habe, stand ein Typ mitm Moped neben dem Fenster, Hand in der Hose und ***
      Er konnte sie dann grad noch rausziehen und wieder an den Lenker geben, so schnell war ich aus dem Bus draussen und hab ihm Gas gegeben *gg*
      Zur Belustigung aller die rundherum standen 🙂

      Aber so gesehen, wir haben uns sehr sicher gefühlt, tolle Kontakte geschlossen und einmalige Erlebnisse gehabt.
      Ich liebe Indien!
      Das war sicher nicht die letzte Reise dorthin!

      Gefällt 1 Person

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