Koh Phangan: Islandhopping und der Horror einer Vollmondnacht

Bevor ich von unserer Reise nach Koh Tao berichte, möchte ich noch eben das Bett aus Ayutthaya nachreichen:

image

Wir chillten also, wie erwähnt, noch etwas am Riverboat und aßen noch einen kleinen Snack.

image

image

Dann ging es mit dem Tuktuk zum örtlichen Bahnhof und von da aus für schmale 50 Cent mit dem Zug nach Bangkok. Aufenthaltshalle am Bangkoker Bahnhof:

image

Kurzer Einschub: Aufgrund der Geschehnisse auf Koh Phangan, wo u.a. auch die Speicherkarte mit den ganzen tollen Bildern verloren gegangen ist, kann ich Euch leider meistens nur beschreiben, was wir so erlebt haben. Wieso wir keine Karte mehr haben, erzähle ich dann im nächsten Beitrag. Es geht uns jedenfalls gut.

Weiter gehts…
Da wir uns schon beim ersten Bangkokaufenthalt mit Tickets für die Weiterfahrt versorgten, hatten wir ausreichend Zeit noch was zu Essen und uns mit Frühstück für den nächsten Morgen einzudecken. Man sollte sich die Fahrkarten auch wirklich frühzeitig besorgen, da Plätze im Schlafwagen schnell ausverkauft sind. Wir hatten noch soeben die letzten 2 mit Bett erwischt. Im Zug warteten wir dann gespannt darauf, dass die Sitze in Schlafmöglichkeiten umgebaut werden. Zu unserer Überraschung wurden ziemlich schnell die ersten Sitze umgeklappt und mit frischem Bettzeugs bezogen. Da es nun keine Sitzoptionen mehr gab, packten wir uns erst einmal in ein Bett, da beide noch nicht wirklich müde waren. Wir hatten ja schließlich noch nicht viel gemacht an diesem Tag. Als uns dann doch die Müdigkeit überkam, machten wir uns auf ins Reich der Träume bis wir kurz vor Chumphon vom Zugpersonal geweckt wurden. Dort angekommen, ging es nach einer Stunde Wartezeit mit dem Bus zum Pier und letzten Endes mit der Fähre nach Koh Tao.

Da die Insel mit 20 qkm relativ klein ist, entschieden wir uns zum Hotel zu laufen. Der Bungalow und die gesamte Anlage war sehr schön und man hatte einen tollen Ausblick auf die Insel und das Meer.
Nach dem Auspacken liefen wir zur Chalok Baan Bay, wo wir zunächst einen Tauchschnupperkurs buchten. Da uns noch ein wenig Zeit blieb bis es losging, aßen wir noch in einem Restaurant, worüber ein Affe munter von Baum zu Baum sprang. Den super leckeren Mangoshake ausgeschlürft, ging es also los.
image

image

Schon beim Einfahren in die Bucht, konnte man sehen, was für ein paradiesischer Ort es hier ist. Das Tauchen hat uns dann auch super viel Spaß gemacht. Bis zu 6 m gingen wir tief. Es wäre auch noch mehr gegangen, wenn es die Örtlichkeit hergegeben hätte.
Wieder Am Festland angekommen, legten wir uns noch an den Strand bis wir uns für den Sonnenuntergang ein erhöhtes Plätzchen suchten. Einfach eine atemberaubende Kulisse.
image

image

image

Am Abend verweilten wir dann zunächst etwas Zeit auf der Terrasse, wo Jorina in der Hängematte eine am Strassenrand aufgelesene Kokosnuss in Bear Gryllz Manier knackte. Die Bilder waren echt grandios, schade… Und ich sage Euch, lecker war sie auch. Danach ging es dann noch ein wenig den Pier entlang, wo wir an einem Essensstand sowas ähnliches wie einen Crepe mit Erdnusbutter verspeisten. Später fanden wir dann noch eine richtig schöne kleine Bar direkt am Strand, wo man auf einen international bunt zusammengemischten Haufen traf. Ein Engländer, eine Französin und zwei Amerikaner erzählten uns von ihren Erlebnissen und weiteren Plänen. Auch die thailändischen Barkeeper waren richtig gut drauf, so dass es am Ende noch die ein oder andere Gratisrunde gab. Man hätte auch noch die ganze Nacht dort sitzen können, aber es sollte ja am nächsten Morgen schon zur nächsten Insel gehen.
Der darauffolgende Tag hätte auch eine Episode aus Pleiten, Pech und Pannen sein können. Angefangen hat alles mit einer Fehlermeldung des Weckers, der keine Lust hatte zu klingeln. Prima, wenn man in einer dreiviertel Stunde die Fähre bekommen muss. Aber zumindest war es noch früh genug, es trotzdem zu schaffen. Da uns die Gastgeberin mit dem Auto zum Pier brachte, legten wir noch eine Punktlandung vom feinsten hin. Geschafft, auf nach Koh Panghan.
Dort angekommen, erkundigten wir uns, wo unsere Unterkunft liegt. Leider war sie nicht an dem auf der Karte im Internet eingezeichneten Punkt, sondern deutlich weiter vom Schuss und so steil gelegen, dass man sie mit dem Roller nicht erreichen konnte. Die Kosten für das Taxi jedes Mal wären soweit in die Höhe geschossen, dass wir uns spontan dazu entschieden eine günstig gelegenere Unterkunft zu nehmen. Die 15 Euro pro Nase konnte man ja verkraften. Unsere neue Anlage lag direkt am Strand und bot sogar ein Shuttle zur Fullmoonparty an. Soweit also alles richtig gemacht. Nachdem wir essen (Pad Thai entwickelt sich langsam zu unserem Lieblingsgericht) und einkaufen waren, gingen wir an den Strand und genossen das mittlerweile wieder hervorragende Wetter.
image

image

Eigentlich hatten wir bisher nur morgens mit Regenschauern zu kämpfen. Um 10 ging dann zur Fullmoonparty, die eigentlich auch super begann. Man fuhr mit ein paar lustigen Franzosen (dass man sowas nochmal von mir hört…) vom Hotel ab und hatte schon auf der Hinfahrt mächtig viel Spaß. Bei der Partylocation angekommen, ließen wir uns mit Neonfarben bemalen. Gehörte einfach dazu und sah auch echt klasse aus. Dann schlossen wir uns einer Truppe Kanadiern an, die super drauf waren. Den Strand entlang bekam man einen ersten Einblick wie groß alles ist. Bis dahin also ein voller Erfolg. Leider änderte sich dies nun. Obwohl man super vorsichtig war und Getränke nur aus verschlossenen Flaschen zu sich nahm, muss uns jemand etwas verabreicht haben, sodass beiden mehrere Stunden völlig fehlen. Leider wurde dies dann dazu ausgenutzt, um uns zu bestehlen. Jorina ließ man zumindest noch ihr Handy und ein wenig Bargeld, mir klaute man leider alles aus den Taschen. Neben dem Schock und dem Ärger stand man dann noch vor dem Problem ohne Geld zurück zur Unterkunft kommen zu müssen. Glücklicherweise gab es nette Menschen, die einem ein Taxi sponsorten. Im Hotel dann schnell Kredit- und EC-Karten sperren lassen und was man sonst noch so macht. Alles natürlich sehr ärgerlich, aber zumindest war uns nicht mehr passiert.

Rückblickend möchte ich heute (2015) noch kurz erwähnen, dass der Schaden größtenteils von der Versicherung übernommen wurde. Bei der kostenlosen goldenen Mastercard von Gebührenfrei.com erhält man nämlich eine gratis Reiseversicherung (Haftpflicht-, Gepäck-, Unfall-, Kranken- etc.), wenn man mindestens die Hälfte der Transportkosten mit der Karte bucht. Von dem her einfach die Flüge über die Karte buchen (man erhält ziemlich schnell ein angemessenes Kreditlimit) und die gratis Versicherung mitnehmen. Man sieht ja, dass man es brauchen kann.

Am nächsten Morgen wechselten wir die Anlage und machten uns nachmittags mit einem geliehenem Roller auf zur Polizei, damit man uns einen Bericht für die Versicherung anfertigen konnte. Danach beschlossen wir uns davon nicht die Reise verderben zu lassen und wieder Spaß zu haben. Das doofe Gefühl im Magen blieb natürlich, aber „wat weck iss, iss weck“ und das Leben geht weiter (Anmerkung von Jorina, die es op kölsche Art genommen hat: et is wie et is, wat fott es is fott aver er hätt noch immer jot jejange!). Hauptsache wir bewahren uns beide unseren Lokalpatriotismus ;-))
Genug Phrasen gedrescht, weiter im Text: Wir fuhren also mit unserem Roller quer über die Insel und erkundeten ein paar Sehenswürdigkeiten.
image

Allein das Rollerfahren war ein Heidenspass. Aber der Linksverkehr war natürlich zunächst etwas gewöhnungsbedürftig und so hörte man schonmal von hinten „Timo liiinks“ !
Obwohl ich zunächst keine Lust mehr hatte, weiterzuschreiben und Bilder zu machen, dachte ich an die ganzen positiven Rückmeldungen und kann euch daher wieder ein bisschen was zeigen:
image

image

image

image

image
image

Da wir bei dem ganzen Stress irgendwie das Essen vergaßen, knurrte uns mittlerweile der Magen und wir suchten uns ein kleines Lokal mit toller Aussicht. Zu guter letzt waren wir noch in der Amsterdambar, von wo aus man einn tollen Blick über die halbe Insel erhält. Am Abend hingen wir noch etwas am Strand ab bevor es dann ins Bett ging.
image

image
image

Das Phangan Beach Resort kann man wirklich guten Gewissens weiter empfehlen. Tolle Anlage, schöne Bungalows, nettes Personal und man kann vieles über die Rezeption managen. Beispielsweise einen Roller mieten oder Bus-/Fähren- oder Zugtickets kaufen.
image
image

image

image
image

Als nächstes Ziel haben wir dann Khao Lak auserkoren. Dann wieder mit mehr Spaß und weniger Trouble.

Liebe Grüße
Euer Timo

Advertisements

10 Kommentare zu “Koh Phangan: Islandhopping und der Horror einer Vollmondnacht

    • Ja sehen wir auch so. Solangs nur der materielle Verlust ist… Schade ist es vorallem um die ganzen Bilder. Und schon das zweite handy geklaut worden in diesem Jahr. Waere mit iPhone wahrscheinlich nicht passiert, das will ja niemand haben 😛
      Aber Spass bei Seite, soweit ist alles geregelt. Koennte nur ne schoene Handyrechnung fuer Jorina werden.

      Gefällt mir

      • Was ist mit Kohle und Kreditkarte? Seit Ihr versorgt für den nicht unerheblichen Rest Eures Urlaubs? „Wir holen Euch da raus“, war nicht nur so dahin gesagt 🙂 und ist vielschichtig gemeint! Also, wenn was fehlt, meldet Euch einfach!
        Und jetzt lasst am besten die Seele weiter baumeln und genießt was es zu erleben gibt.
        Lieben Gruß auch von Anja!

        Gefällt mir

      • Danke und Liebe Grüße zurück.

        Bei Jorina hatten sie zum Glueck ein Fach nicht gefunden, weshalb wir da noch versorgt sind. Jetzt bekomm ich immer Taschengeld 😀

        Ja Andrea soll sich mal bereithalten 😉

        Gefällt mir

  1. Ihr Bärenfreunde,

    Euer Wecker wusste wohl, was euch erwarten wird und hat deshalb bestimmt nicht geklingelt 😉 ich bin heilfroh, dass euch nicht schlimmeres passiert ist. Genießt die restliche Zeit noch und um die ganzen Sachen ist es echt schade, aber eure Unversehrtheit ist doch das Wichtigste! Und die besten Bilder hat man ja eh im Kopf….fragt mal den Sido 😉

    Dicken Drücker von eurem Nasenbär!

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Timo,

    mein Reisepass liegt Griffbereit!!! Ich lasse mich gerade noch in Nahkampf ausbilden und dann kann es losgehen.
    Stefan und Sandra haben mir heute morgen erzählt was passiert ist. Da musste ich mir doch jetzt auch mal Deine Seite ansehen und meinen Kommentar abgeben….
    Ist ja echt super blöd gelaufen und tut mir sehr leid für Euch.
    Genießt trotzdem Eure restliche zeit und passt gut auf Euch auf.
    …da ist er wieder, mein Mutterinstinkt…!
    Aber Spaß bei Seite, wie bereits Sandra und Stefan geschrieben haben, wenn was ist melde Dich, wir versuchen dann zu helfen.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s